Wie gehen Unternehmen mit Ehrenamtlichen bzw. unbezahlten Unterstützern um? Oder vielleicht sollte ich besser fragen: Wie sollten sie es tun?
Ich arbeite seit einiger Zeit gerne mit gemeinnützigem Vereinen und Projekten zusammen. In den letzten Monaten ist hier auch viel Gutes entstanden und einige Kooperationen gewachsen, die hoffentlich noch lange bestehen. Ich möchte nochmal Visioneers nennen und zuletzt Silbernetz und WeBuilding.
Ich habe diese Projekte alle dank der Plattform youvo gefunden, die großartige Arbeit dabei leistet Kreative aus verschiedenen Sparten mit sozialen Projekten zu vernetzen.
Warum nehme ich ehrenamtliche Jobs an? Natürlich möchte ich mit meiner Arbeit Geld verdienen und muss das auch. Es gibt aber zum Glück oft genug übrige Zeit, in der Aufträge nur aus Interesse am Projekt und Ergebnis angenommen werden können. In denen meisten Fällen kam ich hier zu einer angenehmeren Zusammenarbeit, als bei den besser bezahlten Aufträgen.
Das bringt mich direkt zum Thema "Wertschätzung" bzw. Bezahlung. Es ist durch aus verständlich, dass es Projekte und Organisationen gibt, die kein Geld für professionelle Fotos oder Videos haben und dennoch über einen hohen Bedarf verfügen.
Ich habe es leider in den letzten Monaten zu oft erlebt, dass ein Gratis-Video oder Fotos gesucht wurden und von den Organisationen wenig Gegenleistung kam, manche eventuell sogar das nötige Geld zur Verfügung hätten.
Ich kann nur bedingt beeinflussen, wer das hier liest, möchte aber an alle Organisationen appellieren, die in Zukunft Kooperationen mit Fotografen, Musikern, Filmern oder ähnlichen Berufen planen: Bitte seht so eine Zusammenarbeit wirklich als Zusammenarbeit! Oder bezahlt die Künstler normal, wenn es eure Zeit nicht zulässt, dass ihr euch um sie kümmert.
Ich hoffe, auch in 2017 weiter spannende Projekte zu entdecken mit denen ich gut arbeiten kann!